FEZ, Alte Försterei und Neue Heimat

"Heimat existiert dort wo ich lebe, an vielen Orten dieser Welt und das sind Schöne"

 

Es war Zeit für eine Veränderung im Leben und das bedeutete für uns beide eine neue Wohnung in fast unbekannten Gebiet.

 

Nach etwas Eingewöhnung machten wir uns auf dem Weg diese neue Heimat genauer zu begutachten.


Bericht

 

Eine neue Heimat bedeutet immer ein Stück weit ein neuer Lebensabschnitt.

Wir sind jetzt zwar nicht in ein neues Land, neue Stadt oder Bundesland gezogen, haben aber doch gut 15 Km zwischen alter und neuer Heimat hinter uns gelassen.

Um diese angemessen zu begrüßen, haben wir uns aufgemacht, zunächst das bekannteste Gebiet zu erkunden.

Die alte Försterei und das FEZ Berlin sind auch aus der Kindheit nicht unbekannt.

Dennoch war ich seit Jahren nicht mal in der Nähe unterwegs. Aber der Reihe nach.

 

Unsere Tour starten wir am Bahnhof Spindlersfelde, der mit seiner Abgeschiedenheit schon etwas von Dorfleben hat.

Über die Wilhelm-Spindler Brücke gelangen wir, wenn auch durch die vielen Autos sehr laut, zur alten Försterei.

Auf der Brücke unser erstes Highlight und ein wenig persönliche Geschichte.

Denn unter dieser Brücke befindet sich neben dem Ernst-Grube Park unsere alte Hundeschule.

Im Jahre 2009 hat Kira hier für ein paar Wochen am Agility Training teilgenommen und durfte ihre unnachahmliche Art der Verspieltheit ausleben.

Leider war damals der Weg zu lang und es blieb beim Anfängerkurs.

 

Vorbei an einer alten Ruine am Mellowpark, gelangen wir dann in den Wald der alten Försterei.

Kira sprintet ihre neue Heimat direkt im vollen Tempo ab und ist für 2-3 Minuten nicht zu sehen. Zeit für mich, einen ersten Eindruck zu erlangen.

Leider ist es hier anfänglich wirklich sehr schmutzig. Auch wenn man schon fast sagen muss, dass ein wenig Müll am Waldessrand in einer Großstadt zur Normalität gehört, so bescheuerter ist das was ich dann sehe.

Wer auch immer denkt, dass Graffiti auf einen Baum sprühen was tolles ist, der hat wohl ein Satz warme Ohren zu wenig bekommen.

Auch wenn diese Sinnlosigkeit weiter drinnen im Wald nicht mehr zu finden ist, bin ich dennoch sprachlos.

Dennoch zeigt es sich, das der Wald auch seine schönen Ecken hat. Inmitten von Köpenick natürlich nicht so ruhig gelegen wie unsere gewohnten Gebiete.

Dann und wann mal ein Güterzug der vorbei braust und auch die nahegelegenen Straßen sind nicht vollends zu überhören. Als wir dann auch den ersten von vielen Hunden begegnen, ist der Ärger über den Müll schon fast vergessen. Spielkameraden hat sie hier definitiv genug.

 

Als uns Eisenbahngleise den Weg abschneiden, machen wir uns dann auf den Weg zum Stadion „alte Försterei“.

Ich habe dieses das letzte mal vor 15 Jahren gesehen und da sich seitdem einiges getan hat, bin ich gespannt wie es heute aussieht.

Zunächst müssen wir jedoch über die Rudolf-Rühl-Allee, die mitten durch den Wald führt.

Da diese Straße auch an Wochenenden sehr stark befahren ist, kommt Kira zunächst wieder an die Leine.

Auf der anderen Seite fühlen wir uns aus irgendeinem Grund auch viel wohler. Der Wald scheint hier schon vom ersten Eindruck an sauberer zu sein.

Das merkt man definitiv auch an den größer werdenden Menschengruppen die uns über den Weg laufen.

Es ist in jedem Falls schön, dass hier keiner ein Problem damit hat, dass die Hunde hier frei herum laufen. Da gibt es ja bekanntermaßen auch andere Gegenden in Berlin.

Den sauberen und guten Eindruck behält der Wald, mit Ausnahme der gröberen Umgebung um den Stadion, auch bis zum Schluss bei. Dieses ist nebenbei bemerkt recht schön anzuschauen. Damals stand hier noch ein völlig heruntergekommenes „Stadion“.

Die alte Försterei befinden wir dann Schlussendlich für gut genug, um sich mal die Beine zu vertreten und andere Hunde zu treffen. Auf also zum nächsten Ziel – dem FEZ Berlin.

 

Beginnen wir mit einer kurzen Geschichte für alle die noch nie etwas vom FEZ gehört haben.

Zunächst als Areal für verschiedene Militärdienste Anfang des 20. Jahrhunderts genutzt, ist es seit 1950 Treffpunkt vieler verschiedener Generationen.

In der DDR wurde der Freizeit- und Erholungspark stets ausgebaut und auch nach der Wende immer wieder zu einer Wohlfühloase für Kinder modernisiert.

Das Hauptgebäude ist auch das erste was ich nach all den Jahren wiedererkenne. Ob Hunde in diesem Gebäude erlaubt sind, kann ich weder an diesem Tag, noch zu Hause herausfinden.

Da uns die Außenanlage jedoch genügt, ist dieser Fakt zumindest für uns uninteressant.

Auf dem ganzen Gelände ist natürlich jede Menge los und viele Familien sind mit ihren Kindern unterwegs.

Wir beide laufen mehr planlos als mit genauen Ziel durch die Gegend.

Das einzige Bauwerk das mir noch in Erinnerung ist, ist die Freilichtbühne in Form eines Amphitheaters.

Kurze Zeit später laufen wir an einem Wohnwagenplatz vorbei, der mich in gewisser Weise sehr in den Bann zieht.

Wenn ich es richtig interpretiere, haben sich hier einige Leute niedergelassen und sich ihre eigenen kleinen Reiche mit allerhand Material zusammen gehämmert. Quasi ein Nomaden Leben mitten in Berlin.

 

Nach diesem Platz, finden wir uns im hinteren Bereich des FEZ`s wieder. Hier ist schon wieder etwas mehr Natur in der sich Kira noch einmal schön austoben kann.

Zurück auf dem Weg zum Hauptgebäude und nach Hause, laufen wir an vielen Gebäuden vorbei die den Charme der DDR noch einmal aufleben lassen.

 

Ein wirklich entspannter Spaziergang durch Geschichtsträchtiges Areal, dass ich jedem nur empfehlen kann.

 

Wanderroute


Bilder


Anfahrt



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