Totalreservat Schwenower Forst

Einer dieser Tage, an dem der Finger auf der virtuellen Karte entschieden hat wo es hingeht.

 

Gut ein paar Zentimeter musste er noch nach links rutschen, um auch wirklich einen Wald zu treffen.

 

Dann war es auch nocn ein Reservat - Zufälle gibt es


Bericht

 

Der letzte Monat war ziemlich anstrengend, da ich viel für die Arbeit unterwegs war.

Dazu noch die Arbeit, die zu Hause auf mich gewartet hat usw. Ich bin in der Hinsicht keiner der jammert, sondern der sein Kreuz trägt. Zumal mir mein Job jede Menge Spaß macht. Für Kira war es aber keine schöne Zeit.

So langsam ist alles wieder aufgeholt und es kehrt wieder Normalität bei uns ein.

 

Für unseren neuesten Ausflug haben wir uns den Schwenower Forst ausgesucht. So gern wir unsere Touren auch in der Nähe von Seen machen, hat ein Waldgebiet auch immer seine Reize.

Unser Auto haben wir in Werder/Spree direkt an einem Wanderrastplatz abgestellt. Der Rastplatz bietet nicht nur den Wanderern, sondern auch den Leuten auf See eine schöne Stelle für eine Pause.

Nach der langen Autofahrt nimmt Kira auch gleich mal ein ausgiebiges Bad.

Zu Beginn unserer Route befinden wir uns noch auf so was wie einer Landstraße, auf der uns jedoch kein einziges Auto entgegen kommt. Nach gut 2 Km können wir dann aber in einen Waldweg abbiegen und laufen dann direkt neben einen großen Feld vorbei.

Die Ruhe die wir hier genießen, wird nur kurz durch ziemlich lautes Sirenengeheul gestört. Ich nehme mal an, dass das von dem naheliegenden Militärstützpunkt kommt.

 

Das große Feld zu unserer linken können wir wegen eines Zaunes nicht überqueren und laufen somit einen großen Bogen. Nach gut einer halben Stunde sind wir dann aber schon tief im Wald.

Wenn auch kein See in der Nähe ist, lässt es sich Kira dennoch nicht nehmen, jedes Schlammloch zur Abkühlung zu nutzen. Sie sieht jetzt zwar wieder aus wie ein Schwein, aber wer will es ihr bei so einem heißen Wetter verübeln.

Der Wald gefällt uns von der ersten Sekunde an. Ich finde es immer faszinierend, wie vielfältig die Natur sein kann.

Auf dichte Nadelbäume folgen dicke grüne Laubbäume.

Auf einer riesigen Fläche ab gerodeten Wald folgt eine Fläche mit dichten Bäumen.

Es ist fast so, als würde man ständig in neue Welten tauchen. Und das, obwohl wir nicht sonderlich viel Kreuz und Quer laufen. Dazu sind mir hier zu viele Gabelungen und Kreuzungen. Auch Wegweiser fehlen hier leider wieder.

 

In so einem Wald, fernab von der Zivilisation, laufen uns auch immer wieder viele Tiere über den Weg.

Als Hobbyfotograf für mich immer interessant. Denn Tiere sind unheimlich schwer zu fotografieren. Wenn man dann noch einen Hund bei sich hat, der aus Instinkt Jagd, wird das noch schwieriger.

Heute läuft uns ein gut genährter Hase über den Weg.

Da Kira gerade damit beschäftigt ist durch den Wald zu toben, wittere ich meine Chance. Aber so ein Hase ist halt auch nicht dumm. Natürlich bemerkt er nicht nur mich, sondern auch irgendwann Kira und verzieht sich wieder in den Wald.

In mitten des ganzen Schwenower Forst landen wir dann an einen riesigen Sumpfgebiet.

Tote Bäume, mooriger Boden und jede Menge Schlamm. Wenn man bedenkt, dass rundherum alles fröhlich grün blüht, schon sehr beeindruckend.

Für Fotos komme ich leider nicht nah genug dran. Nur Kira verschwindet mal wieder in das stinkige Wasser. Irgendwann bekommt sie eine Go Pro von mir umgebunden um auch die Stellen fest zu halten, an die ich nicht komme.

 

Am Ende des Gebiets kommt dann auch wieder eine Herde Rehe hervor gerannt. Zunächst bemerkt Kira diese gar nicht und ist dann doch auf der Jagd. Nur das die Rehe diesmal nicht wie sonst viel zu schnell für sie sind.

In einem kurzen Moment steht sie mit einem einzelnen Reh für Sekunden voreinander. Passieren tut jedoch nichts, da beide viel zu viel Respekt voreinander haben.

Auf unserem Rückweg wollen wir dann an der Spree lang laufen. Keine so schlechte Idee, wie wir sofort merken als wir dort ankommen.

An der Spree ist ein kleiner Weg und wir können direkt an ihr lang laufen. Für mich bedeutet das einige schöne Ausblicke und Kira kann doch noch etwas schwimmen gehen.

Was, wenn man bedenkt wie schmutzig sie schon wieder ist, mir auch ganz gelegen kommt.

 

Am Ufer der Spree finden wir dann auch einige schöne Stellen, die sich super für eine Nacht im Zelt anbieten.

Wenn man sich so die Umgebung anschaut, scheinen das auch schon ein paar Leute gemacht zu haben. Das wir uns auf der anderen Seite des großen Feldes vom Anfang befinden, haben wir mitbekommen.

Das dieses auch von der anderen Seite umzäunt ist, soweit habe ich dann nicht gedacht.

So kommt es natürlich, dass wir dann eben vor einem Zaun stehen. Also eher so einem kleinen Draht, der das Feld eingrenzt. Den ganzen Weg jetzt zurück zu gehen und somit einen großen Bogen laufen, gefällt uns weniger.

Da kein Mensch zu sehen ist und auch nicht die Tiere, für die dieses Feld gedacht ist, entscheiden wir uns Querfeldein zu laufen.

Was auch bedeutet, über einen kleinen Bach neben der Spree zu gehen. Während Kira selbstverständlich den Weg durch das Wasser bevorzugt, muss ich über einen Baumstamm balancieren.

Da dieser sehr wackelig ist, keine so leichte Aufgabe.

Also Kamera in den Rucksack, da dass ja so viel bringt wenn man doch abstürzt und ab dafür.

Wenn auch sehr langsam und mit skeptischen Blick von Kira, schaffe ich es unbeschadet. Zum Schluss noch schnell über das Feld gelaufen und schon sind wir wieder auf dem Waldweg vom Beginn.

 

Am Wanderrastplatz machen wir es uns beide noch bequem und dann auf den Heimweg.

Wer einen Wald mit vielen Facetten sehen möchte ist hier genau richtig.

Im westlichen Teil gibt es auch den großen Godnasee, den wir heute jedoch nicht besucht haben.

 

Wanderroute


Bilder


Anfahrt