Waldsieversdorf - Vier-Seen Wanderung

Das Kira Wasser liebt, ist kein großes Geheimniss.

Womit kann man ihr also eine große Freude machen?

Richtig, mit einer Tour um vier verschiedene Seen.

 

Diese Möglichkeit hat man in Waldsieversdorf und befindet sich obendrein noch in der Märkischen Schweiz.

 

Was will man mehr?


Bericht

 

Da wird doch wohl nicht etwa der Sommer kommen?

Es ist Mitte Mai und wir haben Tatsache so etwas wie warmes Wetter und strahlenden Sonnenschein. Da liegt es auf der Hand, dass wir beide heute an einem See müssen.

Ach was rede ich, nehmen wir doch gleich mal vier Seen mit.

 

In der Nähe von Waldsieversdorf in Brandenburg, haben wir genau die Gelegenheit und machen uns gleich am morgen auf den Weg. Gut 1 ½ Stunden brauchen wir dorthin und haben auch keine Probleme eine Parkplatz zu finden.

Fast direkt am großen Däbersee stellen wir unsere Lotte ab und können somit gleich an den ersten See.

Sah auf der Karte zwar alles irgendwie größer aus, macht jedoch trotzdem was her. Auf einem kleinen Waldweg, der schon eher ein Trampelpfad ist, gelangen wir in den Wald und können von dort aus die restlichen drei Seen erreichen. Zunächst studieren wir aber die Wegweiser und sehen ein Schild mit der Aufschrift „Schwedenschanze“.

Was auch immer das ist, es klingt interessant. 200 Meter soll diese Sehenswürdigkeit von hier entfernt liegen.

Finden tun wir beide sie nicht. Vielleicht heißt die Anhöhe zwischen dem großen und kleinen Däbersee so, vielleicht heißt auch nur irgendein Steg am Wasser so, vielleicht hätte ich mir aber auch einfach mal die Zeit nehmen sollen, die Hinweistafel zu lesen die da im Wald stand.

Wie dem auch sei, Kira hat trotzdem ihren Spaß.

So langsam blüht wieder alles in der Natur auf und sie kann ihre Nase in viele viele Angelegenheiten stecken. Das hier nach jeder Ecke auch noch Wasser wartet, kommt ihr auch gelegen.

 

Vom großen Däbersee gelangen wir fast Nahtlos an den kleinen Däbersee. Hier laufen wir am Nördlichen Ufer entlang und genießen das schöne Wetter.

Kira muss sich nur sehr anstrengen, wenn sie wieder aus dem Wasser raus will. Das Ufer ist recht hoch und einfaches raus laufen ist nicht möglich. Der große Kraftakt, der einem kräftigen Klimmzug gleicht, amüsiert auch eine junge Dame die am Ufer sitzt.

Den kleinen Däbersee laufen wir dann nicht weiter am Ufer lang, sondern entscheiden uns etwas tiefer in den Wald hinein zu gehen. Besondere Highlights bietet dieser jedoch nicht.

Einzig positiv ist, dass wir wieder viele Wegweiser sehen und so auch andere Ziele auf unseren Radar landen.

So zum Beispiel die Märchenwiese. Wenn ein Ort so einen Namen hat, sind die Erwartungen natürlich groß.

In der Vorstellung sehen wir eine große Wiese in sattem Grün, große gewaltige Bäume und eine mystische Umgebung.

In der Realität landen wir dann jedoch auf einem stink normalen Feld und lachen innerlich einmal herzlich.

Aber gut, für ein Picknick trotzdem ein schöner Ort.

 

Zeit für uns, den nächsten See anzupeilen. Dazu laufen wir zunächst noch das südliche Ufer vom kleinen Däbersee entlang und kommen dann direkt an den Papillensee.

Beide Seen werden nur von ein bisschen Schilf und so was wie eine Halbinsel getrennt. Um den Papillensee verläuft wieder ein schöner Wanderweg, mit meiner Ansicht nach den schönsten Stellen am Ufer.

Warum ich das so empfinde, kann ich gar nicht so genau sagen. Eventuell liegt es auch einfach nur an der Sonne, die gerade sehr schön auf diesen See strahlt.

Da alle Seen doch kleiner sind als erwartet, haben wir auch diesen sehr schnell umgangen. Also machen wir am Ende des Papillensees eine kleine Pause.

Der letzte See hat den klangvollen Namen Kirchensee.

Dieser liegt weiter entfernt von den anderen und ist durch eine Wanderung durch den Wald zu erreichen.

Auf diesem Weg treffen wir auch den einzigen Hund auf der Tour. Warum dieser hier inmitten des Waldes an der Leine ist, kann ich nicht beantworten. Da es aber auch ein Labrador ist, weiß ich das die beiden sich prächtig amüsiert hätten.

Das Herrchen machte aber lieber plötzlich kehrt und der Hund schaute traurig.....naja.

 

Um jetzt zum Kirchensee zu kommen, müssen wir noch über ein paar Bahngleise. Wenn auch über einen Feldweg, fehlen trotzdem die Schranken am Übergang.

Nicht ganz ungefährlich und hier fährt auch dann und wann eine Bahn. Vom Kirchensee habe ich mir auch ein wenig was versprochen. Ich meine die Namen kommen doch nicht von ungefähr.

Ich hoffe auf eine alte Kirche am Ufer, oder noch besser eine alte Ruine. Das einzige was hier aber alt ist, ist der Geruch.

Also wenn ich dem See hätte einen Namen geben sollen wäre es „modrige Stinkgrube“ gewesen.

Kira gefällt das natürlich. Wenn das Wasser auch noch ein wenig stinkt, macht das baden gleich viel mehr Spaß.

Zum Glück kommen wir nochmal am großen Däbersee vorbei. Diesen erreichen wir dann nach einem weiteren Marsch durch das Waldgebiet.

 

Am Bahnhof Waldsieversdorf stehen wir dann auch plötzlich wieder in eben diesem. Da wir zu Anfang nicht wirklich lange an dem See waren, haben wir somit nochmal die Gelegenheit auch diesen etwas genauer zu betrachten.

Hier gibt es sogar eine kleine Badeanstalt und man kann sich ein Boot ausleihen. Ansonsten können wir zwar problemlos am Ufer entlang laufen, aber in direkter Nähe zu Einfamilienhäusern.

Da die meisten keinen Zaun um ihr Grundstück haben und Kira von Natur aus Neugierig ist, kommt sie an die Leine.

Zum Abschluss dieser Tour begeben wir uns dann noch zum Aussichtsturm der hier überall groß angepriesen wird.

An der höchsten Stelle des Ortes (sieht für mich zumindest so aus) steht ein alter Wasserturm.

Dieser ist nicht sonderlich hoch und auch die Aussicht bescheiden. Aber man bekommt jede Menge Infos über die Geschichte des Ortes. Auch das dass ganze hier auf Vertrauen beruht, macht es sehr sympathisch.

 

Die Wälder haben zwar keine besonderen Highlights vorzuweisen, aber die vielen Seen sind ein Paradies für Hunde. Wenn man möchte, kann man die Liste der Seen hier sogar noch erweitern.

Eine empfehlenswerte Tour für den entspannten Abend, oder einem gemütlichen Sonntag.

 

 

Wanderroute


Bilder


Anfahrt