Großer Klobichsee - Märkische Schweiz

 

Schon oft auf unserem Radar und doch irgendie nie da gewesen - die Märkische Schweiz.

Das wollten wir jetzt so schnell wie möglich ändern und haben uns auf dem Weg gemacht.

Nach langem überlegen wo genau es denn hin gehen soll, haben wir uns letzendlich für den Klobichsee entschieden.


 

Die Anfahrt zum Kolbichsee war zunächst etwas problematisch.

Wir wollten uns eigentlich vom Norden aus dem See nähern, sind dann aber doch irgendwie falsch gefahren. Irgendwann haben wir uns dann im Ort Waldsieversdorf wieder gefunden und mussten uns auf einer Waldstraße, die eigentlich nicht wirklich befahren werden darf zum See kämpfen.

Schließlich haben wir es dann doch noch geschafft und sind an dem Punkt angekommen, an dem wir auch ankommen wollten. Direkt am Besucherzentrum für Natur- und Umwelterziehung „Drei Eichen“, auf dessen Parkplatz wir dann auch gehalten haben.

 

Jetzt wollten wir am Ufer des Mühlenfließ bis zum See wandern.

Vorher lässt Kira aber erst mal ihren Frust über die viel zu lange Autofahrt an einem im Weg liegenden Baum aus - kann man so machen.

Leider führt der Waldweg ziemlich weit vom Ufer weg.

Bleibt uns also nichts anderes übrig, als selbst einen Weg zu finden. Von der Sache her ist das auch ganz einfach, da uns nicht viel Gebüsch im Weg steht. Nur der Boden macht zumindest mir etwas zu schaffen.

Denn wir befinden uns in einem kleinen Moor und dementsprechend sind auch die Füße schnell nass.

Stört Kira aber nicht wirklich. Die sprinten wie von einer Tarantel gestochen durch den Matsch. Ich habe aber keine Lust auf nasse Füße und so muss sie widerwillig vom Wasser weg und mit mir den Waldweg wiederfinden.

 

Am Kolbichsee kommen wir dann auch schnell und sehr beeindruckend an. Auf einem Hügel haben wir eine sehr schöne Aussicht auf fast den ganzen See.

Gut, im Grunde genieße nur ich die Aussicht. Kira hat sich schon längst auf zum Wasser gemacht und ist mit einem fetten Bauchklatscher drin gelandet.

Was gleich zu Beginn sehr positiv auffällt, ist die sehr gute Beschilderung. Das haben wir jetzt schon eine Weile nicht mehr auf unseren Ausflügen gesehen.

Der Rundweg führt auch direkt hier oben auf dem Hügel weiter. Dennoch gehe ich, mit der mittlerweile wieder raufgelaufenen Kira, runter an das Ufer. Viel gelaufen sind wir zwar noch nicht, aber gegen eine kurze Rast bei strahlendem Sonnenschein spricht auch nichts.

Danach begeben wir uns wieder auf den vorgesehenen Rundweg, bleiben jedoch nicht lange auf diesem.

Auf der Karte habe ich gesehen, dass noch 2 weitere kleine Seen am Kolbichsee grenzen. Wenn wir schon mal hier sind, können wir uns die auch direkt ansehen.

Also gehen wir beide durch den Wald und begeben uns auf die Suche. Nach gut einer halben Stunde kommen wir dann auch an einem See an.

 

Aber inprinzip sind wir nur einen großen Bogen zurück zum Kolbichsee gelaufen. Denn es gibt gar keine zwei andere Seen. Das ist alles der große Kolbichsee, der nur sehr viel von seinem Wasserspiegel verloren hat.

Auffallen tut mir das leider erst, als ich plötzlich wieder an unserem Startpunkt stehe. Also nochmal kehrt machen und die ganze Strecke zurück laufen.

Nur diesmal bleiben wir auf dem Rundweg und entscheiden uns auch diesen heute nicht mehr zu verlassen, vorerst.

Was ich persönlich ziemlich cool finde, ist das der Rundweg nicht die ganze Zeit unmittelbar am Ufer lang führt. Im Süden werden wir in einem großen Bogen in den Wald geführt und können somit auch was anderes sehen als 2 Stunden lang den gleichen See.

Zum Beispiel ein Reh, dass da plötzlich hinter einem Baum steht. Oder kleinere Sumpfgebiete, die ich irgendwie immer interessant finde.

Nicht nur ich – auch Kira liebt diese stinkigen und dreckigen Sümpfe und badet jedes mal genüsslich in ihnen. Was natürlich auch sehr ätzend sein kann, wenn kein sauberer See zum reinigen in der Nähe ist.

Irgendwann, als wir so völlig entspannt durch den Wald schlendern, ist Kira von einer bestimmten Stelle sehr angetan. Was in ihrem Fall nur drei Gründe haben kann.

Entweder liegt dort etwas zu fressen (am Wahrscheinlichsten), ein Haufen eines anderen Tieres in dem man sich ganz toll wühlen kann (besonders beliebt Pferdemist) – oder ein totes Tier.

In diesem Fall trifft Punkt drei zu. Neben einem Baum liegt ein Eichhörnchen, dass noch nicht lange Tot sein kann.

Macht mich ja schon ein bisschen traurig, vor allem da der kleine Mann aussieht, als wenn er da friedlich schläft.

 

Nachdem wir den großen Bogen durch den Wald gelaufen sind, landen wir im Osten dann auch wieder am Kolbichsee. Hinter einer großen Wiese, die sich super für ein Picknick eignen würde, können wir dann wieder ans Ufer.

Auf dieser Seite des Kolbichsees müsst ihr nur in der Hochsaison ein wenig aufpassen. Denn hier ist eine kleine Badestelle mit Booten und einem kleinen Steg.

Ein Schild weist bestimmend darauf hin, dass Hunde hier nicht erlaubt sind. Geht im Sommer also lieber den Rundweg weiter, als euch auf den Trampelpfad am Ufer zu begeben.

 

Jaja....wir sind schon wieder abseits des Weges unterwegs. Aber mit so einer Wasserratte kannst du nicht einfach vom See weggehen. Da tu ich mir schon mal einen total schlammigen Weg an.

Auf dieser Seite kommt ihr auch unvermeidbar am kleinen Feriendorf des Sees vorbei. Einschließlich eines nicht gerade gut abgezäunten Spielplatzes, an dem euer Hund an die Leine sollte.

Heute ist nicht ein einziger Besucher hier und wir werden trotzdem ziemlich schräg von den Vermietern angeschaut.

 

Wie es so ein Rundweg an sich hat, kommen wir wieder am Ausgangspunkt zurück.

Auf den Wegweisern rund um den See stand immer „Rundweg Kolbichsee 7 Km“. Keine Ahnung ob mich meine Sinne trügen, aber mir kam der Weg sehr viel länger vor. Also jetzt auch ohne unseren kurzen Ausflug abseits der Piste.

Am Auto angekommen, schauen wir uns das Besucherzentrum „Drei Eichen“ ein wenig genauer an und finden noch einige Karten, auf denen das ganze Gebiet ein wenig erklärt wird.

Zum Beispiel sehen wir hier auch warum wir dachten es gibt noch zwei weitere Seen neben dem Kolbichsee.

Ziemlich interessant und gerade diejenigen mit Kindern unter euch, sollten mal einen Ausflug hier her machen.

Wanderroute


Bilder


Anfahrt