Kleiner und Großer Glasowsee


Der Winter schwindet so langsam aus Berlin.

 

Was jetzt kommt, ist die Übergangszeit aus Nassen und kalten Wetterverhältnissen. Nicht unbedingt die schönste Jahreszeit für ausgiebige Touren.

Aber dennoch lassen wir uns nicht lumpen und machen uns wieder auf nach Brandenburg.


 

Der kleine Glasowsee ist uns beiden nicht unbekannt.

Das bemerken wir jedoch erst, als wir durch Schorfheide fahren und auf einer uns nicht unbekannten Landstraße unterwegs sind.

Als wir dann auch noch in den uns vorgesehenen Waldweg einfahren kommen die Erinnerungen wieder hoch. Vor einigen Monaten sind wir hier zufällig gelandet, als wir eine spontane Übernachtungsmöglichkeit gesucht haben. Dennoch ist die ganze Umgebung für uns Neuland.

Denn damals haben wir hier wirklich nur Übernachtet, um uns dann am nächsten Tag auf nach Vogelsang zu machen. Noch dazu konnten wir wegen der zahlreichen Angler nicht wirklich am See unser Zelt aufschlagen und mussten uns irgendwo im Wald niederlassen.

 

Der Waldweg ist eigentlich nicht wirklich zu verfehlen. Denn schon von Schorfheide aus, befinden wir uns auf der Schlufter Straße, die wenig überraschend in das Örtchen Schluft führt.

Auch der Waldweg heißt Schlufter Straße und ist mit einem Straßenschild markiert. Was jedoch anders als vor ein paar Monaten ist, ist der Bodenbelag.

Das nasse Wetter der letzten Tage und die Kälte haben aus dem Weg eine schöne Eisfläche gemacht.

Das der Weg nicht sonderlich leicht zu begehen ist, muss ich wohl nicht erwähnen.

Kira ist dennoch wieder mit vollen Elan unterwegs. Das sie sich hier die Beine brechen kann ist erst mal egal.

Gut, auch ich habe Anfangs meinen Spaß auf der glatten Fläche und muss das ein oder andere mal mein Gleichgewicht austesten.

Aber anders als ich, der irgendwann wenigstens den festen Untergrund am Wegesrand sucht, ist sie weiterhin auf dem Eis unterwegs. Es ist auch zu verlockend, ständig in die Schlaglöcher einzutauchen, die heute als Pfützen mit Glasklaren Wasser dienen.

 

Auch wenn wir jede Menge Möglichkeiten haben eine der vielen Abzweigungen einzuschlagen, bleiben wir dennoch auf dem Hauptweg. Auf mittlerer Strecke entscheide ich mich, mal den Stolperweg der parallel zum Waldweg verläuft auszutesten. Wirklich besser zu begehen ist dieser aber auch nicht.

Irgendwann erreichen wir dann auch endlich den kleinen Glasowsee. Logischerweise sind hier heute keine Angler unterwegs. Wenn der See jedoch nicht zugefroren ist, solltet ihr euch darauf einstellen das fast das grenze Ufer belegt ist. Denn der kleine und Große Glasowsee sind aus gepriesene Angelseen.

 

Der kleine Glasowsee macht auch nicht unbedingt viel her. Das größte Highlight ist wohl der kleine Strand, der am südlichen Ufer zu finden ist.

Wer in diesem modrigen See allerdings Baden geht, ist mir ein Rätsel. Kira jedenfalls, war ziemlich Schwarz als sie vor ein paar Monaten kurz schwimmen war.

Demnach bleiben wir auch nicht lange hier und machen uns auf dem Weg zum Großen Glasowsee.

Diesen erreichen wir nach einem weiteren kurzen Marsch über einen erneut zugefrorenen Waldweg.

Der große Glasowsee ist durch seine ähnliche, wenn auch etwas verkrüppelte Form einer Acht, schon deutlich ansehnlicher. Gleich zu beginn begeben wir uns zum Ufer und können den ersten schönen Ausblick ergattern.

Auch nach 8 Jahren ist Kira immer noch jedes mal verwirrt, warum sie denn auf dem Wasser laufen und nicht drin schwimmen kann. Ich habe natürlich keine Beweise, aber ich denke ihren Unmut macht sie dadurch Kund, dass sie jedes mal wie eine Verrückte anfängt das Eis anzuknabbern ;-)

 

Am Ufer des Sees ist ein nicht weniger schöner Wald, den wir natürlich auch einer Kira Überprüfung unterziehen. Das Gütesiegel „sehr gut“ ist durch die schönen vielen Stöcke zum spielen schnell vergeben. Ganz schön leicht zu beeindrucken die Gute.

An einer Stelle des Ufers finden wir einen etwas in die Jahre gekommenen Steg. Jetzt habe auch ich was für meine Kamera und der Ausflug wird schon jetzt als gut befunden.

Nachdem wir uns auf diesen Steg gekämpft und ein paar Fotos geschossen haben ging es auch schon weiter. Zunächst noch etwas durch den Wald und ab dem Gürtel der „Acht“ dann ausschließlich auf dem Eis.

 

Dadurch haben wir nicht nur eine Aussicht auf die Umgebung die man ja sonst nur von einem Boot aus hat. Uns ist auch aufgefallen, dass wir noch nie auf einem zugefrorenen See spaziert sind.

Und ich kann nur sagen, dass nicht nur Kira wirklich Spaß daran hat. Gut ist auch zu wissen, dass wenn ich mal Eisangeln gehen will, nur Kira mitnehmen brauche.

Die wird mir schon ein schönes Loch in die Eisfläche zaubern. Unglaublich wie fixiert sie darauf sein kann, am Eis zu knabbern.

 

Auf dem Rückweg müssen wir uns beide dann wieder in den Wald aufmachen. Das Eis hier sieht nicht mehr ganz so stabil aus.

An sich kein Problem für uns – lieben wir doch die Wälder. Aber an dieser Stelle befinden sich nicht gerade wenige Dornenbüsche, die ein ums andere Mal ordentlich stechen. Nach einem weiteren kurzen Marsch auf einem Eisigen Waldweg, biegen wir dann wieder zum kleinen Glasowsee ab und erkunden noch das restliche Ufer.

Zum Ende gelangen wir dann wieder auf der längsten Eisschnelllaufbahn der Welt und machen uns auf den Rückweg zum Auto.

 

Für uns definitiv eine richtig schöne Tour. Auch wenn wir erwähnen müssen, dass man diese beiden Seen nur im Winter ruhig umrunden kann.

Wer einen Hund hat, der genauso verrückt nach Wasser ist wie Kira, sollte im Sommer nicht unbedingt hier herkommen – zu viele Angler. Bringt ja nichts, wenn man sich Gegenseitig stört.

Wanderroute


Bilder


Anfahrt