Wanderung Bernau nach Ahrensfelde


Meine Wenigkeit hat gerade Urlaub und will in diesem natürlich o viel wie möglich mit Kira raus.

 

Als erstes haben wir uns für eine Wanderung entschieden, die aus der Berliner Umgebung wieder bis in die Heimat führt.

Wir fahren da meist bis an die Grenze unseres gültigen Fahrscheins und machen uns auf den Weg.

 

Diese Tour sollte uns von Bernau bis nach Ahrensfelde führen.


Zunächst dachten wir, dass wir wieder ewig brauchen um in Bernau zu landen. Aber das Glück steht auf unserer Seite und es fährt ein Regionalzug fast direkt vor unserer Haustür bis nach Bernau.

Der morgen geht auch gleich so gut weiter.

Die Fahrkartenkontrolleurin reitet nicht auf irgendwelchen Sinnlosen Paragraphen rum und Kira darf umsonst mitfahren. Noch dazu schmeißt die Deutsche Bahn mal eben ein paar Adventskalender für Lau raus.

Wenn das mal kein Grund ist, die ständigen Verspätungen zu verzeihen.

 

Die Fahrt ist dann auch schon nach gut 20 Minuten vorbei und wir stehen in Bernau. Unsere heutige Peilung ist recht einfach zu finden.

Wir müssen immer Richtung Süden laufen und die tiefgehende Sonne eignet sich da doch am besten als Wegweiser.

Kira muss zunächst an der Leine bleiben, da es erst mal an einer Kleingarten Kolonie vorbei geht. In diesen Gärten sind ja gerne mal Hunde am Werk, die ihr Territorium fleißig bewachen.

Da ist es mir nervlich lieber Kira mehr unter Kontrolle zu haben, als das die sich da ewig lange anbellen.

Die Kleingärten sind jedoch schon nach ein paar Metern geschafft und es geht dann links in Richtung eines Bauernhofes. Von da aus kommen wir auch direkt auf ein großes Feld.

Für Kira schlägt jetzt die große Stunde und sie darf endlich durch die Gegend heizen. Die Sonne wirft hier heute ein richtig schönes Licht über die ganze Landschaft. So eine Wanderung am frühen Morgen hat schon was.

Da wir natürlich nicht über das Feld des Bauern laufen wollen, gehen wir drum herum. Auf dem Weg treffen wir noch auf einen Hund, der aber keine Lust hat mit Kira zu spielen.

Auf Höhe der Landstraße, die jetzt parallel zu uns verläuft, biegen wir rechts ab um diese zu überqueren.

Solche Gelegenheiten sind immer Prima für ein paar Grundübungen. In diesem Fall üben wir braves und genaues „bei Fuß“ laufen.

Was natürlich fast perfekt funktioniert.

 

Auf der anderen Seite landen wir dann auf einem schönen breiten Feldweg, der mit Herbstblättern nur so bepflastert ist.

Die strahlende Sonne bringt diese noch mehr zum leuchten, was mich zu einigen Fotos zwingt.

Am Ende dieser Strecke landen wir dann auch schon im ersten Dorf. Beziehungsweise zunächst in dem Vorort vom Dorf Birkenhöhe.

Die Leute leben hier noch etwas abgelegener als im „Zentrum“. Kira macht bei einer jungen Frau auch gleich mal Eindruck. Wie sie so ist, hat sie sich natürlich wieder in jedem möglichen Tümpel gewühlt, der unseren Weg gekreuzt hat. Dementsprechend sieht sie auch wieder aus wie ein Schwein. Die Frau ist so begeistert, dass sie gleich mal fragt ob es der Hund aus der Werbung ist für eine Schmerzsalbe ist.

Da ich absolut kein Fernsehprogramm schaue, nicke ich nur verlegen und wir gehen weiter.

 

Weiter heißt in diesem Fall, dass wir einmal quer durch Birkenhöhe laufen müssen. Was bei der Größe dieses Dorfes aber auch recht schnell erledigt ist.

Am Ende stehen wir dann vor einem Wald, in dem wir gerne einbiegen.

Auch hier begegnen wir wieder ein paar Hunden.

Da Kira bei mehreren Hunden die auf sie zugerannt kommen immer etwas schüchtern wirkt, ist auch diese Begegnung nur von kurzer Dauer.

Der Waldweg endet dann nach gut 2 Km in dem wir entscheiden müssen links oder rechts abzubiegen.

An dieser Stelle bin ich etwas überfragt und muss mal eben einen kleinen Blick auf die Karte werfen.

In der kurzen Pause die ich mir da gönne, ist Kira mal wieder fleißig im angrenzenden Feld unterwegs und kommt auch prompt mit einer neuen Errungenschaft zurück.

Einen kleinen roten Ball hat die kleine gefunden und der wird auch gebührend gefeiert.

Mittlerweile habe ich auch rausgefunden wie es weiter geht. Wir müssen links abbiegen und nach ein paar Metern rechts auf einen kleinen Weg rauf.

 

Dieser führt uns direkt zu einer kleinen Siedlung – der Neubauernsiedlung.

Außer ein paar Häusern gibt es hier wirklich gar nichts.

Das absolute Highlight ist nur der Bäckereiwagen der hier gerade ankommt. Ich will fast sagen wie gerufen.

Da fängt mein Magen an sich zu melden und hier fährt mal eben ein Wagen vorbei mit frischen Backwaren. Auch kein schlechter Service!

Von dieser kleinen Siedlung führt dann ein sehr langer Weg mitten im Nirgendwo zum Örtchen Birkholz.

Der Weg ist so sehr eigentlich kein Weg, dass es nicht mal einen Trampelpfad gibt.

Die Leute aus der Neubauernsiedlung haben meinen vollen Neid über so viel Natur in ihrer Umgebung.

 

Kurz vor Birkholz machen wir beide dann vor einem Bauernhof Rast. Von Birkholz aus geht es dann wieder weiter voll der Sonne entgegen.

Wir laufen jetzt über eine Straße, die etwas mehr befahren ist. Was so viel heißt, dass uns drei Autos passieren.

Nicht unbedingt die befahrenste Straße der Welt, aber es soll auf jeden Fall erwähnt werden.

Die Straße auf der wir uns befinden, führt auch direkt über die Autobahn A10. Wenn man so will, das schlimmste an der ganzen Tour. Weil es halt so Mega nervig laut ist.

Kurz danach stehen wir dann aber auch schon vor den Toren von Neu-Lindenberg.

Der Plan ist eigentlich hier durch zu laufen und nach Ahrensfelde zu kommen. Aber links von uns tut sich ein Feld auf, dass irgendwie interessanter aussieht, als durch eine Wohnsiedlung zu laufen.

Diesen Umweg zu laufen bereuen wir auch in keinster Weise. Noch immer steht die Sonne unglaublich tief und wirft ein phantastisches Licht auf die Umgebung. Noch dazu befindet sich direkt neben uns ein Wald. Definitiv besser als durch ein kleinen Vorort zu laufen.

Ungefähr ab der Mitte dieses Feldes sehe ich dann von weitem irgendwas Großes. Von hier hinten sieht es aus, als ob da jemand wieder die Mauer aufgebaut hat und direkt noch einen großen Wachturm.

Als wir dann näher rankommen, stehen auch noch überall Schilder „Betreten verboten – Übungsplatz“.

Wovor wir wirklich stehen, ist ein Übungsplatz der Bundespolizei. Da lebt man hier 31 Jahre in der unmittelbaren Umgebung, fährt hier ständig mit Auto durch und hat noch nie etwas darüber gehört. Dinge gibt`s. 

Den Übungsplatz laufen wir dann zwar am Zaun entlang, müssen dennoch einen größeren Bogen machen als geplant. Das ganze wird dann aber wieder entlohnt, als wir im Süden direkt in einem Wald lang laufen können. 

Das ist dann auch das letzte Stück bis direkt ins Zentrum nach Ahrensfelde rein.

Und der Wald ist richtig schön. Quasi direkt im Hinterhof der Einfamilienhäuser. Da werden wir beide zum zweiten Mal an diesem Tag mächtig neidisch.

Wanderroute


Bilder