Rakotzbrücke


Die Rakotzbrücke im Azaleen- und Rhododendronpark Kromlau.

 

Ein Ausflugsziel für viele Fotografen und Wanderer, dem wir uns nicht entziehen wollen.

Schon lange steht die Brücke an der Grenze von Brandenburg und Sachsen auf unserer Liste.

 

Jetzt waren wir endlich da und können die ganze Umgebung nur empfehlen.

Wir wollten natürlich nicht einfach nur die Brücke sehen und dann wieder verschwinden. Dazu ist der Weg einfach zu lang und weit.

Stattdessen, haben wir uns vorher schlau gemacht und eine schöne Tour bis zur Rakotzbrücke geplant. Ganz in der Nähe liegt der Ort Weißwasser und um ihn herum viele Seen und jede Menge Natur.

Als Startpunkt suchen wir uns den Gablenzer Weg aus. Dort ist ein großes Feld und wir hoffen auf eine Möglichkeit zum parken. Wir haben auch Glück und können unser Auto problemlos abstellen.

Gleich unmittelbar neben unseren Parkplatz befindet sich auch der erste See. Nach der langen Autofahrt holt sich Kira auch direkt die erste Abkühlung. Von was sie sich bei solchen Außentemperaturen abkühlen muss, bleibt wohl für immer ihr Geheimnis.

Entlang des Sees verlaufen auch Schienen, die als guter Wegweiser dienen. Denn was auch immer hier fährt, kann bei der breite der Schienen nichts großes sein.

 

Wir müssen auch nicht lange darauf warten, bis uns der erste Hund entgegen kommt. Die beiden können nur leider nicht miteinander spielen, da dieser Hund gerade zu einem Schlittenhund ausgebildet wird. Haben wir beide in den 8 Jahren auch noch nicht gesehen. Dementsprechend verwirrt schaut Kira auch drein.

Durch den breiten Waldweg ist für und ein verlaufen gar nicht möglich. Aber wir wären nicht wir, würden wir uns nicht ein wenig abseits der Wege begeben.

 

Die Sonne verhüllt die Landschaft heute in einen sehr schönen Schleier. Gerade an den Seen ist das ein sehr schönes Schauspiel. Auch wenn diese nicht gerade einfach zu erreichen sind. Das viele Schilf verhindert ein schnelles und einfaches rankommen an die Seen.

Als wir dann endlich mal eine freie Stelle gefunden haben, müssen wir uns durch jede Menge Schlamm kämpfen. Genau das richtige für die kleine Wühlmaus.

Die restlichen Seen schauen wir uns dann eher aus einer sicheren Entfernung an und begeben uns so langsam in Richtung Wald.

 

Gleich am Anfang kommt ein Hund auf uns zu, der zunächst einen nicht freundlichen Eindruck auf uns macht. Er bellt schon aus weiter Entfernung und gibt uns zu verstehen das wir lieber mal langsam machen. Kurz darauf kommt er aber langsam auf uns zugeschlichen und die beiden können sich beschnuppern.

Das merkwürdige an der ganzen Sache ist nur, dass wir weit und breit keinen Besitzer ausfindig machen können. Nach gut 5 Minuten sehen wir weiter weg eine ältere Dame um die Ecke kommen und der Hund läuft in ihre Richtung. Ich denke mir natürlich das das die Besitzerin ist.

Aber der Hund rennt Seelenruhig an der Dame vorbei. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich mir noch nichts besonderes dabei gedacht. Zu irgendwem wird der Hund ja gehören.

 

Wir beide machen uns jetzt weiter auf den Weg und gehen etwas weiter in den Wald rein. Wieder einmal zeigt sich hier der Herbst von seiner schönsten Seite.

Überall liegen Blätter in den schönsten Farben herum. Auf dem Weg kreuzt uns dann der nächste große See.

Doch bevor wir uns diesen angucken können, kommt ein alter Bekannter über den Weg gelaufen.

Irgendwo mitten aus dem Wald haben wir plötzlich wieder den Hund neben uns stehen. So langsam kommt es mir sehr spanisch vor.

Diesmal bleibt er nicht ganz so lange und verschwindet wieder in den Wald. Da immer noch kein Besitzer zu sehen ist, vergessen wir jetzt mal unsere Tour und machen uns auf die Suche.

Nach gut 10 Minuten sehen wir den Hund dann wieder.

Er hält sich in der Nähe eines Herrn auf und scheint vertraut mit ihm zu sein. Da die beiden gute 300 Meter von uns entfernt sind, schreien wir nicht durch den Wald um auf Nummer sicher zu gehen, sondern machen uns auf zu den beiden.

Bis kurz bevor wir da sind, bleibt der Hund auch in der Nähe des Herren. Als wir dann da sind, macht er sich wieder auf und davon.

Wie wir erfahren müssen, gehört der Hund auch nicht zu dem Herren. Da er aber leider schon wieder über alle Berge ist, können wir gerade nicht viel tun.

Da er uns jetzt aber schon dreimal über den Weg gelaufen ist, hoffen wir dass er es nochmal tut.

Und das nächste Mal nehmen wir ihn und Suchen Hilfe.

So zumindest der Plan.

 

Das Ziel ist weiterhin die Rakotzbrücke. Auch wenn wir uns gewaltige Sorgen um den Hund machen.

Obwohl wir immer noch denken das der Besitzer nicht weit sein kann.

Wir treffen auf einen kleinen Bahnhof, einer kleinen Eisenbahn. Was hier genau fährt, können wir leider nicht ausmachen.

Ich denke mal es gehört zu der alten Bergwerkanlage in der Nähe.

Von hier aus ist die Rakotzbrücke gar nicht so einfach zu finden. Es existieren zwar einige Schilder, aber die führen uns ziemlich Kreuz und Quer durch die Landschaft.

Als wir eine gute halbe Stunde durch die Gegend geirrt sind, werfe ich einen kleinen Blick auf die Karte.

Wo auch immer die Schilder uns hin führen wollten, die Brücke liegt genau hinter uns.

Als wir die Peilung haben, dauert es auch nicht mehr lange bis wir da sind.

Leider Gottes wird es um diese Jahreszeit schon so verdammt früh dunkel. Zwar wirft die untergehende Sonne ein schönes Licht auf die Rakotzbrücke, aber meine Kamera fängt nicht mehr die besten Bilder ein.

Der See, über den die Brücke gebaut wurde, ist kleiner als ich gedacht hatte.

In gut 15 Minuten hat man diesen umrundet. Da ich noch alles versuche um vernünftige Fotos zu machen und Kira sich wieder an dem zugefrorenen See erfreut, brauchen wir natürlich länger. Was hat dieser Hund aber auch für ein Spaß daran Eisstücke aus einem See zu fischen. Der Winter ist definitiv ihre Lieblingsjahreszeit.

 

Schneller als uns lieb ist, ist es um uns herum plötzlich ziemlich finster. Zeit für den Heimweg und Zeit nochmal nach dem Hund zu schauen.

Zurück geht es quasi auf den Bahnschienen, die uns ja sicher zu unserem Auto führen werden. Glücklicherweise verläuft gleich daneben ein gemütlicher Weg, so dass wir nicht das Ganze Stück auf den Gleisen laufen müssen.

Im Dunkeln erhaschen wir auch noch mehrere Blicke auf verschiedene Waldwege.

Es ist hier also definitiv möglich jede Menge Zeit zu verbringen und es lohnt sich auch hier Zeit zu verbringen. Sehr schön das hier nicht nur eine Sehenswürdigkeit Deutschlands steht, sonder auch die Landschaft drum herum sehenswert ist.

Kurz vor unserem Auto sehen wir auch eines der beeindrucktesten Bilder, die ich je in meinem Leben gesehen habe.

Der Vollmond leuchtet so unglaublich schön auf einen der Seen, das man sich wie in einem Märchen fühlt.

Ich wünschte ich könnte euch daran teilhaben lassen.

Aber weder Kamera noch Handy konnten dieses Bild einfangen.

Von dem Hund haben wir leider auch nichts mehr gesehen oder gehört. Ich hoffe dass alles gut gegangen ist und sein Besitzer nicht irgendetwas passiert ist.

Wir haben uns die ganze Woche Sorgen gemacht, aber zum Glück nichts schlimmes gelesen

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