Grunewald


Der Grunewald.

Ein riesiges Gelände voller Natur und Geschichte.

 

Der Teufelsberg war schon immer ein Ort, den ich gerne mal besuchen wollte. Das in der Nähe auch noch die Havel ist und Kira somit die Möglichkeit hat baden zu gehen, macht den Ort nahezu Perfekt. 


Eine Bahnfahrt die ist lustig, eine Bahnfahrt die ist schön. Vor allem wenn es einmal quer durch die Stadt geht.

Kira ist natürlich total aufgeregt wo denn die Fahrt hingeht und strampelt spätestens nach dem S-Bahnhof Friedrichstraße mit den Füßen.

Unsere Endstation liegt jedoch noch ein Stück weiter – in der Heerstraße um genauer zu sein.

 

Von hier aus wollen wir uns auf machen, einmal quer durch den Grunewald zu laufen.

Um dort hin zu kommen, laufen wir zunächst an einer großen Hauptstraße Richtung Drachenberg.

Schon am Eingang zum Grunewald kommt uns der erste Spielkamerad für Kira entgegen.

Da ich mich mit Wanderschuhen bewaffnet habe, gehen wir den „steileren“ Weg rauf. Was nichts anderes heißt, als einmal Querfeldein.

Es gibt noch eine andere Strecke, die weniger steil und gut bepflastert ist.Beziehungsweise kommt man von allen Seiten irgendwie auf diesen Berg.

Auf den Drachenberg sind wir beide auch relativ schnell drauf und können eine super Aussicht auf Berlin genießen. Eine 360° Aussicht auf das ganze umliegende Gebiet.

Da wir gutes Wetter haben, können wir sogar sehr weit über Berlin schauen. Schon eine geile Sache.

Auf dem Drachenberg verweilen wir nur kurz und machen uns direkt auf zur ehemaligen Abhörstation auf den Teufelsberg.

 

Diese können wir von hier aus schon sehen und haben somit eine grobe Peilung.

Eine Ausschilderung gibt es nicht wirklich, so dass wir auf gut Glück los laufen. Da wir hier logischer Weise in einem Wald sind, stört es uns recht wenig, nicht auf Anhieb einen direkten Weg zu finden.

Da es hier aber Dutzende Wege nach oben gibt, kann man sich eigentlich auch gar nicht verirren. Irgendwann kommt man schon an.

Zumindest wenn man immer weiter Bergauf läuft.

Auch wir haben es nach gut einer halben Stunde endlich geschafft. Blöd ist nur, dass wir genau auf der gegenüberliegenden Seite vom Eingang ankommen.

Also müssen wir einmal um das ganze Areal um laufen. Dort angekommen, dann erst einmal grobe Ernüchterung. Um hier rein zu kommen, muss Eintritt bezahlt werden.

Ich dachte immer das Gelände ist frei begehbar.

Da ich absolut kein Bargeld dabei habe, ist das jetzt doch suboptimal.

Der gute Herr am Eingang sagt mir jedoch, dass es möglich ist über eine Website ein Ticket zu kaufen.

Das versuche ich auch direkt. Leider ohne Erfolg.

Denn auf der Seite ist es nur möglich mit VISA Karte zu zahlen. Das bekommt er mit und ich setze mal eben einen traurigen Blick auf. Was sich auch prima bezahlt macht. Denn nachdem er sich mit einem Kollegen unterhalten hat, lassen die beiden mich Gratis auf das Gelände.

Es gibt doch noch coole Menschen auf dieser Erde. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle.

 

Das Gelände ist dann auch eher was für mich und Kira muss es über sich ergehen lassen das ich jede Menge Fotos schieße.

Hier oben scheinen einige Menschen ihre eigene kleine Stadt aufgebaut zu haben. Ziemlich rustikal und ziemlich cool.

Um sich das Ganze ein wenig refinanzieren zu können, verkaufen die Damen und Herren hier oben auch Speis und Trank. Geile Geschichte.

 

Unsere nächste Station ist die Havel. Dafür machen wir uns zunächst mal von dem Berg hinunter. Direkt an der Rodelbahn vorbei. Hier müssen wir wohl auch mal im Winter hin. 

Aufgrund einer breiten Straße ist das auch kein Problem. Aber als wir uns dann in die Tiefen des Grunewalds aufmachen, wird es etwas knifflig.

Ich bin ja nicht gerade ein Mensch mit wenig Orientierungssinn. Aber in dem guten Wald kann man sich schon ganz schön verlaufen.

Eine Kollegin von mir war ein paar Tage später auch da und hat das bestätigt.

Das Problem sind die vielen kleinen Abzweigungen, von denen man nicht weiß wo genau die denn nun hinführen. Denn es gibt in keinster Weise irgendwelche Beschilderung.

Das ist schon ein wenig negativ, in einem sonst sehr schönen Wald. So müssen wir des Öfteren einen Blick auf das geliebte Google Maps werfen.

Irgendwann finden wir einen kleinen Trampelpfad, der zunächst so aussieht, als wäre das der richtige Weg zur Havel. Da haben wir aber ganz Gewaltig daneben gelegen und wir laufen gute 2 Km in die falsche Richtung.

Nach dem wir wieder umgedreht sind haben wir es dann aber endlich geschafft.

Eine kleine historische Treppe führt uns direkt an die Havel. Ich wollte hier unbedingt hin, weil ich vor ein paar Tagen in der Nähe vorbei gefahren bin und einen schönen Hafen gesehen habe.

Den sehen wir jetzt auch. Doch leider kommen wir wegen einem Kilometerlangen Zaun nicht an das Ufer.

Erst in der Höhe vom Restaurant „Alte Liebe“, haben wir endlich die Möglichkeit am Ufer entlang zu laufen. Ist auch langsam aller höchste Eisenbahn.

Kira ist schon ganz kirre nicht an das Wasser zu können. Als nächstes wollen wir nun immer dem Ufer entlang bis zum Bahnhof Schlachtensee.

 

Es wäre um einiges kürzer, wenn wir nochmal durch den Grunewald direkt laufen würden.

Aber ich habe keine Lust mehr mich da durch den wirren Wald zu schlagen. Ist aber auch wenig schlimm, denn der Weg am Ufer der Havel ist nicht weniger schön.

Immer wieder kommen vereinzelt Möglichkeiten es sich am Ufer bequem zu machen. Ob nun an großen Stränden, oder an kleinen Buchten.

nach gut der Hälfte der Strecke, statten wir dem Schildhorn noch einen Besuch ab. Dieses historische Bauwerk liegt ein wenig versteckt am Ufer der Havel. Auf einem kleinen Hügel genießen wir hiet nicht nur ein Stück Geschichte, sondern auch einen schönen Blick auf die Havel.

Nur das letzte Stück an der Havelchaussee zieht sich gewaltig hin. Links und rechts von uns ist war weiterhin ein richtig schöner Wald, aber die Straße ist sehr gut befahren. Ruhig ist in jedem Fall anders.

Um zum Bahnhof Schlachtensee zu kommen, müssen wir um den gleichnamigen See rum. Ist das nicht der See, an dem die Anwohner mit allen Mitteln ein Hundeverbot durchsetzen wollen?

Gleich mal Flagge zeigen und Kira genüsslich ohne Leine durch die Gegend toben lassen.

Und wo wir schon dabei sind, sollte sie auch ganz dringend noch ein erfrischendes Bad im Wasser nehmen. Das letzte Stück laufen wir dann durch das angrenzende Wohngebiet bis hin zum Bahnhof.

Geile Tour an einem sonnigen Tag.

Wanderroute


Bilder


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