Swatzke- und Skabyberge


Nach dem wir uns mit Verletzungen die Klinke in die Hand gedrückt haben, waren wir heute endlich mal wieder unterwegs

 

Etwas über zwei Wochen ohne Natur können ganz schön hart sein.

Für mich gilt es dennoch zu beachten, dass Kira gerade läufig ist. Zu dieser Zeit ist sie nicht immer zu kontrollieren und wir suchen uns daher ein Gebiet aus, in dem wir eher weniger andere Hunde treffen.

 

Ich kenne die Swatzke- und Skabyberge zwar nicht wirklich, aber die Chance ist schon groß das hier wenige unterwegs sind.

Ausserdem wollen wir einen neuen "Geheimen" See finden, an dem wir ungestört sind. Und laut Karte befinden sich hier direkt zwei. Dann mal auf zur Erkundungstour.


Unser Weg führt uns über die Autobahn in die herrliche Landschaft rund um Spreenhagen.

Wie oft wir hier schon vorbei gefahren sind, ohne zu wissen was sich hier verbirgt.

 

In Spreenhagen, fahren wir in eine kleine Straße und von dort aus auf einen ungepflasterten Weg.

Auf diesem gilt es nun eine geeignete Stelle zum parken zu finden. Gar nicht so einfach mitten im Wald.

Nach gut 1 Km finden wir dann eine gute Gelegenheit und checken mittels Google Maps erst mal die Lage.

Wir müssen uns immer Richtung Nordwesten halten um an den angepeilten See zu kommen - dann mal los.

 

Zunächst ist der Wald, wie ein Wald eben so ist. Ein breiter Weg führt uns gemütlich in die Natur.

Nach einer Weile biegt dieser jedoch in Richtung Osten ab. Nicht die Richtung die wir angepeilt haben.

Ich sehe jedoch, dass wir auch über einen bewucherten Weg gehen können.

Zumindest scheint mir das eine Abkürzung zu sein.

So langsam bekommen wir aber mit, dass wir uns hier in einem kleinen Labyrinth befinden. Es gibt wahnsinnig viele Kreuzungen und Abzweigungen.

Verlaufen wird einem hier leicht gemacht. Wer also nicht die beste Orientierung hat, sollte sich hier nicht zu tief rein wagen.

Wir beide tappen auch direkt mal in die Falle, laufen einen großen Bogen und landen schließlich wieder fast am Ausgangspunkt. Egal, wir haben Zeit und auf dem Weg auch noch Rehe getroffen. Gibt schlimmeres.

Also diesmal an der Kreuzung den anderen Weg nehmen und wir sollten eigentlich auf dem richtigen Pfad sein.

An und für sich sind wir das auch. Aber durch diese ganzen Wege, laufen wir komplizierter als notwendig.

Ach was sage ich laufen?!

 

Wir haben September und die Spinnen sind naturgemäß in ihrer Blütezeit.

Die zuweilen engen Wege, sind dementsprechend voll mit Spinnennetzen. Ich lege daher einige beeindruckende moves hin und tanze eher durch das Gebiet.

Nichts desto trotz, ist der Wald beeindruckend.

Immer wieder alte Bäume auf dem Boden, die den Kampf gegen die Natur verloren haben. Auf dicht bewaldetes Gelände folgt eine plötzlich tote Gegend.

Es macht wirklich unheimlich Spaß hier zu wandern.

 

Für uns wird es aber langsam mal Zeit den See zu finden. Kira ist schon völlig platt und braucht ihre Wundermedizin. Irgendwann landen wir dann eher zufällig auf einen breiten Weg, der uns direkt zum Wasser führt. Und auch zu einem großen Verbotsschild.

Das ganze Gebiet um den See ist umzäunt und wir werden darauf hin gewiesen, dass es sofort zur Anzeige kommt, wenn wir dieses betreten.

Passt jetzt nicht so ganz in unseren Tagesablauf. Wir gehen trotzdem am Zaun entlang, um vielleicht mal einen Blick riskieren zu können. Wenn man schon mal hier ist, will man wenigstens sehen was man verpasst.

Schon zu Beginn sehen wir, dass der Zaun an vielen Stellen defekt ist. Haben wohl schon einige Leute probiert.

Es kommt wie es kommen muss und Kira nutzt eine dieser Stellen um ans Wasser zu kommen, dass ich nicht mal ansatzweise sehen kann.

Da sie schon hunderte Meter vorher mit den Hufen geschart hat, verwundert es mich viel mehr das es so lange gedauert hat.

 

Jetzt habe ich eine schöne Ausrede das Gebiet zu betreten. Muss ja schließlich nach meinem Hund gucken.

Aber alles ganz easy.

Außer uns, haben es sich hier schon ein halbes Dutzend Menschen bequem gemacht. Also gesellen wir uns mal dazu.

Wir sehen am anderen Ufer eine kleine Stelle die zum Wasser führt und machen uns auf den Weg.

An dem kleinen Strand machen wir es uns für eine Weile bequem und genießen das herrlche Wetter.

Ein netter Geheimtipp. Auch wenn ich immer noch nicht weiß ob man hier ran darf oder nicht - sei es drum.

 

Wir machen uns wieder auf den Weg und begutachten noch den anderen anliegenden See.

Der ist zwar größer, wird jedoch für Mineralabbau genutzt. Ruhig ist anders.

Wir haben gesehen, was wir sehen wollten und machen uns wieder auf dem Heimweg. In diesem verworrenen Wald natürlich nicht ohne uns wieder zu verlaufen.

Aber noch 1-2 Trips und wir kennen uns hier aus.

Wanderroute


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