Hohenlychen - Grosser Lychensee


Es ist Wochenende und wir überlegen mal wieder wo wir es uns gut gehen lassen.

Von meinem Vater kommt der Tipp - Himmelpfort.

Als erfahrener Norwegen Urlauber und Wanderer, kann er ja so verkehrt nicht liegen.

 

Und so viel vorab....Wir wurden definitiv nicht enttäuscht!


Das eigentliche Ziel hieß also Himmelpfort.

Jedoch kamen uns die beiden Seen etwas klein vor und sie waren uns auch zu nah an der Siedlung.

Auf Google Maps haben wir gesehen, dass ein kleiner Fluss Richtung Hohenlychen führt. Der Grosse Lychensee war auch schon eher unser Geschmack.

Wollten wir doch heute ein gutes Stück spazieren gehen.

Ich entschied mich also, irgendwo zwischen den beiden Orten am Fluss zu parken und diesen dann entlang zu wandern.

Was schwieriger war als gedacht. Viele Möglichkeiten zum Parken gab es leider nicht.

Als wir fast schon am Grossen Lychensee waren, passierten wir mitten im Wald ein paar Hochspannungsmasten.

Hier war es uns möglich zu Parken und auch nur wenige Meter weiter, direkt an den Fluss zu gelangen.

Da wir uns heute auf eine gemütliche Ufer Tour eingestellt hatten, war ich auch dementsprechend gekleidet.

Was ich schon beim Abstieg zum Fluss bereut habe.

Dieser ist nämlich ordentlich steil und dank der Wetterlage auch etwas rutschig gewesen.

Während ich mich also dem Abhang herunter schlängelte (zum Glück ohne einen Ausrutscher), war Kira schon dabei das Wasser unsicher zu machen.

Am Fluss angelangt, haben wir uns dann am Ufer zum See aufgemacht.

 

Da wir ja schon recht weit an den See herangefahren waren, war der Weg auch nicht mehr weit.

Was wir natürlich nicht wussten, es gibt keinen Weg oder Trampelpfad zum See. Festes Schuhwerk wäre also auf jeden Fall besser gewesen.

Auch auf den ersten Metern um den See herum, war kein Anzeichen eines Weges zu sehen.

Wer also hier spazieren gehen möchte, braucht dringend festes Schuhwerk. Am besten gleich Wasserfestes, da es auch durch matschiges Gebiet geht.

Nachdem wir uns nun die ersten Meter am See entlang gekämpft haben, gingen wir ein wenig weiter vom Ufer weg. Dort kamen wir auf kleinere Rasenflächen, die aussahen als wenn hier etwas angebaut wird.

Was wir aber auf den Wiesen entdeckten, war erstaunend und gruselig zugleich.

Dort lagen überall verteilt die Knochen von verschiedenen Tieren. Köpfe, Wirbelsäulen, Beine etc.

Keine Ahnung ob der Jäger diese Wiese benutzt, um seine erlegten Tiere zu häuten, aber beängstigend war das schon.

 

Als ich meine Fotos geschossen hatte, ging es dann weiter um den See herum. Das Ufer war uns Anfangs zu modrig und wir hielten uns mehr im Wald auf. Ein wirklich schöner Wald um das mal an dieser Stelle zu sagen.

Irgendwann kamen wir dann an eine kleine Badestelle, von der aus es uns möglich war wieder am Ufer entlang zu spazieren.

Hier wurde mir auch klar, dass ich mir wohl etwas zu viel vorgenommen hatte. Der See ist wirklich riesig und ich wusste dass wir diesen wohl doch nicht umrunden werden.

Einen Weg gab es immer noch nicht wirklich. Ein Trampelpfad, der nicht mal wirklich einer ist, war das einzige auf dem wir uns fortbewegen konnten.

Was uns natürlich herzlich wenig gestört hat.

Denn die Umgebung ist wirklich sehr schön.

Man hat hier seine komplette Ruhe und kann sich vollends der Natur hingeben.

Wir blieben also am südlichen Ufer und haben dieses auch komplett mitgenommen. Einige Passagen waren etwas schwieriger zu begehen.

Weshalb ich nochmal darauf hinweise, dass hier festes Schuhwerk unbedingt angebracht ist.

Dafür, dass wir uns nur an einem kurzen Stück des Sees gemacht haben, ist die Zeit verdammt schnell verflogen. Also hieß es irgendwann kehrt machen.

 

Anfangs gingen wir den gleichen Weg zurück, auf dem wir auch gekommen waren.

Dann wollten wir aber unbedingt auch das Waldgebiet kennen lernen. Enttäuscht wurden wir auf jeden Fall nicht. Abgesehen davon, dass in dem Wald angenehme Wege existieren, macht er auch ganz schön was her.

Alleine hier kann man schon einen ganzen Tag verbringen. Sehr schöne Gegend.

Irgendwann kreuzte uns der kleine Mellensee den Weg. Etwas verwirrt, wo der denn auf einmal herkommt, musste ich erst mal kurz einen Blick auf die Karte werfen.

Nachdem wir wieder eine Peilung hatten, ging es dann Richtung Auto.

Natürlich nicht, ohne uns vorher kurz den Mellensee anzuschauen. Die Betonung liegt auf kurz.

Denn an der Stelle, an der wir waren, gab es kein rankommen an den See.

Also ging es weiter durch den Wald, mit dem Ziel die Hochspannungsmasten wieder zu finden.

Als wir dort angekommen waren, war es auch nur noch ein kurzes Stück zum Auto.

 

Fazit:

Eine wirklich schöne und sehr ruhige Gegend. Wir sind nicht einem einzigen Menschen dort begegnet.

Ich glaube die meisten Menschen wissen gar nicht was für schöne Dinge vor ihrer Haustür sind.

Wir kommen in jedem Fall wieder. Alleine das riesige Waldgebiet und die vielen Flüsse und Seen in der Umgebung, laden zu einer mehrtägigen Tour ein.

 


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