Bayerische Alpen 25.12.2015-02.01.2016

Im Dezember 2015 entschied ich mich spontan, mit Kira einen Kurzurlaub in den Bayerischen Alpen zu machen. Meine Wahl fiel auf Oberammergau.

Da wir die Gegend mittlerweile ein wenig kennen, wusste ich, das von dort aus viele Orte leicht zu erreichen sind.

 

Wir haben jeden Tag so lange es ging draußen verbracht und dabei sehr schöne Dinge gesehen und erlebt.

Viel Spaß beim lesen des Tagebuchs.

 



Tag 1 - Wanderung auf den Kolbenberg  Samstag 26.12.2015

Nachdem wir am Vortag die lange beschwerliche Reise nach Oberammergau gut überstanden haben, war es nun an der Zeit für das erste Ziel.

Direkt gegenüber unserem Hotel, liegt der Kolbensattel und sollte uns als erstes Ziel dienen

Unser Ziel war die Kolbensattelhütte, die auf einer Höhe von 1.270 Metern liegt.

So viel sei vorweg gesagt. Die müden Beine des Herrchens haben es nicht bis nach oben geschafft.

Wir starteten unseren Trip vom Hotel aus, den Fluß Ammer entlang und von da aus auf dem Wanderweg zur Kolbensattelhütte.

Der Weg hinauf ist von Beginn an recht steil, jedoch sehr breit angelegt. Es ist zwar keine lange Wanderung bis zum Gipfel, jedoch ist es schade das keine Sitzmöglichkeiten gegeben sind. So mussten also Stock und Stein her halten. Für solche Naturfreunde wie uns also kein Problem.

Unterwegs kamen uns vereinzelt andere Wanderer über den Weg, also alles in allem keine überlaufene Tour.

Allerdings war ja auch der zweite Weihnachtsfeiertag und, wie ich unterwegs erfahren habe, die Kolbensattelhütte zu.

Nachdem wir gut dreiviertel des Weges geschafft haben und meine müden Beine von der langen Autofahrt am Vortag nicht mehr wollten, entschied ich mich nicht weiter nach oben zu wandern. Stattdessen sind wir unter der Seilbahn durch, in das anliegende Waldgebiet gelaufen.

Dort war jedoch nach wenigen hundert Metern Schluß, wir machten eine kurze Rast und dann auf gleicher Strecke auf den Heimweg.

 

Fazit:

Alles in allem eine gemütliche Tour für Hund und Mensch, da die Wege breit und gut angelegt sind.

Es geht steil hinauf, daher zieht euch auf jeden Fall feste Wanderschuhe an.

Wenn ihr in einem Winter mit Schneefall zu gegen seid, solltet ihr beachten, das ihr den längeren Weg zur Hütte nehmen müsst, da ihr sonst den Skifahrern in die Quere kommt. Der Weg ist nicht zu übersehen, da er direkt vom Hauptweg abzweigt.


Die Wanderroute

Route 3.501.915 - powered by www.wandermap.net

Bilder



Tag 2 - Wanderung Berg Laber                      Sonntag 27.12.2015

Am zweiten Tag machten wir uns auf den Weg zum etwas höher gelegenen "Berg Laber" in Oberammergau.

Wir wanderten gemütlich die Ammer entlang zum Fuße des Berges.

Ihr habt allerdings auch die Möglichkeit mit dem Auto zu fahren. Parkplätze sind vorhanden.

Ich entschied mich dazu, den Berg mit der Laberbergbahn hinauf zu fahren um dann den Berg abzusteigen.

An der Bergstation angekommen, erwartet euch direkt ein wunderschöner Ausblick auf die Berge rund um Garmisch-Partenkirchen.

Eine gemütliche Terrasse, zugehörig zu einem Restaurant, lädt zu zahlreichen Fotos ein.

Da das Herrchen die Dinge gerne nimmt wie sie kommen, stellte er erst oben fest, dass es mehrere Wege hinunter gibt.

 

TOUR 1: LABER - SOILASEE - OBERAMMERGAU

TOUR 2: LABER - ETTAL

TOUR 3: RUNDWEG - ETTALER MANDL

TOUR 4: LABER - ETTALER MANDL - SOILASEE - OBERAMMERGAU

TOUR 5: LABER - SCHARTENKÖPFE - OBERAMMERGAU

 

Da Tour 1 schon zu Beginn sehr vereist war, entschied ich mich für Tour 5.

Nichts ahnend, dass dies die mit Abstand schwierigste Tour ist!

Die Tour wirkt auf den ersten Metern sehr entspannt. Lasst euren Hund jedoch unbedingt an der Leine!

Denn schon bald klettert ihr über sehr viel Gestein und an unheimlich steilen Abhängen entlang.

Es bietet sich euch eine sehr schöne Aussicht, sollte jedoch nur von erfahrenen Wanderern mit entsprechendem Schuhwerk genommen werden.

Vor allem aber solltet ihr gut auf euren Hund achten, der definitiv auch seine Erfahrung mitbringen sollte!

Wenn ihr die Spitze dieses Weges erreicht habt, bietet sich euch ein schöner Panoramablick.

Wir machten hier unsere Rast und schossen einige Fotos.

Wenn ihr einen genauso verrückten "Spring-ins-Feld" Hund habt wie ich, leint in lieber an. Es geht an vielen Stellen steiler hinab, als es sich von weitem vermuten lässt!

Von da an geht der Weg weiter steil hinab, dicht an spitzen Felsen. Führt hier euren Hund immer noch an der Leine, damit er nicht den falschen Schritt macht.

Sobald ihr den schwierigen Part hinter euch gelassen habt, könnt ihr den Hund frei laufen lassen.

Im Zickzackkurs geht es immer wieder unter der Bergbahn hindurch ins Tal hinunter.

Auf diesem Weg habe ich leider wieder nur 2 Sitzmöglichkeiten gesehen. Witziger Weise je eine an der Spitze und eine kurz vor dem Tal.

Jedoch entschädigt die eine Bank an der Spitze des Berges alles. Eine Wundervolle Aussicht.

 

Fazit:

An der Spitze des Berges habe ich eine der impulsantesten Aussichten meines Lebens genießen können!

Der Abstieg über die Tour 5 benötigt einige Erfahrung und sollte mit etwas Vorsicht angegangen werden!

Festes Schuhwerk für den Mensch und unbedingt den Hund an der Leine lassen.

Die Abhänge sind wirklich extrem steil. Wer da runter purzelt hat keine Chance.

Auf dem Berg herrscht ein reger Betrieb und ihr müsst euch das ein oder andere mal verständigen, wer jetzt wen vorbei lässt.

Ich hoffe, wir werden die anderen Wege auch noch einmal kennen lernen.

Die Preise für die Bergbahn sind fair. Auch wenn die Gondeln schon etwas in die Tage gekommen ist.


Die Wanderroute


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Tag 3 - Ausflug nach Garmisch-Partenkirchen Montag 28.12.2015

Diesen Tag verbrachten wir etwas ruhiger, mit einem gemütlichen Spaziergang durch Garmisch-Partenkirchen.

Ein netter Ort, den ihr auf jeden Fall mal gesehen haben sollten.

Nach den Feiertagen füllten wir unsere Lebensmittel auf und haben uns über die Tour auf den Wankberg informiert.



Tag 4 - Isar Wanderung                               Dienstag 29.12.2015

Müde vom Be- und absteigen der Berge, machten wir uns heute auf zu einer etwas ebeneren Tour.

Und wir sollten es nicht bereuen!

 

Wir starteten vom kleinen Örtchen Vorderriß, in dem es ein großes Gasthaus, ein paar weitere kleine Häuser und ein Sägewerk gibt.

Von da aus ging es direkt am Ufer der Isar entlang.

Ihr könnt von beiden Seiten die Isar lang wandern. Auf dem Rückweg zum Hotel, habe ich gesehen, dass es genügend Parkmöglichkeiten auf der anderen Seite gibt. Wenn auch mit großen Abständen.

Wir sind die Seite am Berg, immer dem Ufer entlang gewandert.

Nach einiger Zeit machte uns jedoch die Isar einen Strich durch die Rechnung. Im Sommer ist es kein Problem durch die Isar hindurch die Tour fortzusetzen. Natürlich je nach Strömung und Tiefe.

Also haben wir uns durch den Wald geschlagen, um auf den eigentlich vorgesehenen Weg zu landen.

So stießen wir auf eine enorme Felswand, an der sich ein kleiner Wasserfall seinen Weg ebnete.

Wir hielten kurz inne um zu rasten und Fotos zu machen.

Nach einer Weile kamen wir wieder mühelos zur Isar und setzten unsere Wanderung dort fort.

Allein auf diesem teilweise 200 Meter breiten Flußufer, umgeben von Bergen, bietet sich euch ein unglaublicher Anblick.

Hätte ich eine Axt dabei gehabt, so wäre ich mir Bäume schlagen gegangen, um mir ein Haus zu bauen.

Auf dieser Tour und an diesem Tag sind mir nur 2 weitere Menschengruppen begegnet. Ihr seid also quasi mit der Natur allein und habt eine ungemeine Ruhe.

Allerdings wird dies im Sommer anders sein. Was die vielen Lagerfeuerplätze vermuten lassen.

Ziel war es eigentlich bis zum Sylvensteinseespeicher zu wandern. Aber leider hat uns die Isar erneut einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Weg auf der anderen Seite schien im Nachhinein doch die bessere Wahl gewesen zu sein.

Aber seis drum. Wir haben wundervolle Gebilde der Natur gesehen und hatten eine Menge Spaß. Vor allem Kira hat sich gefreut, dass jede Menge Wasser in der Nähe war.

 

Fazit:

Wer die komplette Ruhe mag, ist auf dieser Tour genau richtig. Es empfiehlt sich auf jeden Fall wasserfestes Schuhwerk. Da es auch mal nass werden kann.

Das Ufer der Isar und die Isar selbst, ist komplett mit kleinen Steinen versehen. Diese sind zuweilen auch recht spitz. Erspart eurem Hund also große Spielaktionen ala Stöckchen werfen. Er wird auch so genug Spaß haben.

Tipp: Im Sommer unbedingt Abends ein Lagerfeuer machen!

Die Wanderroute


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Tag 5 - Wankberg                                         Mittwoch 30.12.2015

Nach dem gestrigen Tag ohne großes Auf- oder absteigen stand heute wieder ein Berg auf den Tagesplan.

Ich hatte mich ein wenig im Internet erkundigt und entschied mich für den Wankberg.

 

Wie schon beim Laber, fuhren wir mit der Seilbahn den Berg hinauf. Diesmal allerdings nur bis zur Mittelstation.

Wir wollen ja schließlich auch was erleben.

Direkt an der Mittelstation erwartet euch ein erster Rastplatz, mit schönem Blick auf Garmisch.

Der Wanderweg ist von Beginn an Naturbelassen. Wenn man so will, ein etwas breiterer Trampelpfad.

Doch so schmal der Weg auch ist, bietet sich daneben genug Platz, um den anderen Wanderern auszuweichen. Die 3-4 Stellen in denen es ein wenig enger wird, sollten nicht unerwähnt bleiben, stellen jedoch keine große Hürde da.

Der Weg ist antrengend, jedoch für Groß und Klein gut zu bewandern.

Da der Berg in unmittelbarer Nähe zu Garmisch-Partenkirchen liegt, herscht hier reger Betrieb.

Wegen den vielen Menschengruppen habe ich mich entschieden, Kira lieber an der Leine zu lassen.

Zum einen, weil ich Rücksicht auf andere Menschen sehr wichtig finde. Da es Menschen gibt, die Angst vor Hunden haben und viele Kinder dabei waren.

Zum anderen weil viele Hunde hier unterwegs sind. Da es auch einige steile Abhänge gibt, ist es mir nichts, wenn die Hunde da spielen.

Davon abgesehen eignet sich Kira bestens als Schlepper...hahaha

An der Spitze des Wankberges angekommen, kommt ihr in den Genuss des zu recht beliebten Panoramablicks.

Ihr könnt von dem Rundweg auf das Esterberg-, Ammer-, Karwendel- und Wettersteingebirge schauen.

Ein Wahnsinnsausblick.

Da heute mal kein Feier- oder Sonntag war, konnte ich auch endlich mal in eine der beiden Gaststätten einkehren, um mir ein schönes Bier zu genehmigen.

Nachdem die erste Gaststätte total überlaufen war, gingen wir zur wesentlich entspannteren Sonnenterasse und machte unsere Pause.

Von da aus ging es auf den Panoramaweg, um die atemberaubende Aussicht zu genießen.

Wenn ihr schon da oben seid, geht unbedingt den ganzen Weg. Ihr werdet es nicht bereuen und könnt einige schöne Ausblicke genießen.

Nachden wir uns auf der großen Rasenfläche ausgetobt haben, gingen wir langsam zurück zur Bergbahn.

Leider habe ich mir ein wenig das Knie verdreht und habe daher etwas Vorsicht gelten lassen.

Schließlich liegen ja noch 2 Tage vor uns.

 

Fazit:

Die phänomenale Aussicht hat den teilweise nervigen Weg nach oben auf jeden Fall ausgeglichen. Nervig deshalb, weil für meine Bedürfnisse zu überlaufen.

Aber so ist das in den großen Touristengebieten. Ich habe es nur lieber etwas ruhiger.

Auf dem Wanderweg waren sehr viele Sitzmöglichkeiten um sich auszuruhen.

Das sollte auf jeden Fall positiv erwähnt werden.

Der Weg ist anstrengend, jedoch für jeden gut zu bewältigen. Meiner Meinung nach benötigt es nicht mal Wanderschuhe.

Das verrückte an dem Tag: Es gab da doch tatsächlich einen Mann, der den Weg hoch gejoggt ist. Respekt vor dieser Leistung!

Die Wanderroute


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Tag 6 - Eibsee                                            Donnerstag 31.12.2015

WOW

 

Diese Tour lässt sich kaum in Worte fassen!

Am Vorabend suchte ich im Internet nach einem See, den ich vor 3 Jahren besucht habe. Ich konnte ihn leider nicht wieder finden, endeckte aber schließlich den Eibsee.

Ich wollte mit Kira heute eigentlich nur eine kurze Tour zum austoben anstreben. Da die Silvesternacht bevor stand und Kira große Angst vor dem knallen hat.

Wir sollten den ganzen Tag hier verbringen!

 

Die Atmosphäre um den See herum zu dieser Jahreszeit, ist unglaublich. Der gerade zufrierende See, erhallte umgeben von Bergen, im Minutentakt.

Das war ein unglaubliches Naturspektakel.

Zu hören wie der See und das Eis arbeiten, war mit das impulsivste was ich je in meinem Leben erlebt habe.

Ansich bietet der Wanderweg um den See herum nichts, was nicht auch andere Seen bieten.

Die schöne Landschaft drumherum und unsere Neigung gerne abseits der Wege zu gehen, machte diesen Tag dennoch zu einem unvergesslichen Erlebniss.

Wie bereits erwähnt, verläuft ein Weg direkt um den See herum. Ihr könnt dabei entscheiden, ob ihr im Uhrzeigersinn oder gegen ihn lauft.

Wir sind gegen den Uhrzeigersinn gelaufen.

Ich empfehle euch unbedingt bei der Abbiegung zur Brücke, nicht weiter den Rundweg zu gehen, sondern direkt noch den kleinen Untersee mitzunehmen. Dort führt euch auch ein Trampelpfad direkt in das Waldgebiet.

Ich muss zugeben, dass ich mich dort ein wenig verlaufen habe. Oder nein....formulieren wir es so. Ich wollte nicht den Umweg durch den Wald gehen, um später wieder an den Eibsee zu kommen.

Sondern lieber den ganzen See sehen. Also machten wir wieder kehrt und ging wie schon erwähnt abseits der Wege zurück zum Rundweg.

Wenn ihr direkt am Ufer des Untersees lang lauft, bleibt euch mein Umweg erspart.

Zurück am Eibsee, bietet dieser ein paar schöne Blickwinkel.

Besonders das erste Ausblickhäuschen hat es mir angetan. Macht da unbedingt Halt. Es bietet euch einen schönen Blick auf den See und seine vielen kleinen Inseln.

Nachdem die Zeit mich von diesem schönen Ort wegreißen musste, ging es weiter um den Eibsee herum.

Das letzte Stück zieht sich ein bisschen, da dicht bewaldet und somit der Blick auf den See eine Weile nicht mehr gegeben ist.

Hier geht es nochmal ein wenig Bergauf und Bergab. Aber ohne große Schwierigkeiten.

Zum Schluß kommt ihr noch an einem Strand vorbei, der im Sommer sicherlich reich besucht ist.

 

Fazit:

Ein unheimlich schöner türkisfarbender See.

Der sowohl im Winter als auch im Sommer unbedingt besucht werden will!

Hier sind viele Menschen und Hunde unterwegs. Jedoch nimmt dies stark ab, wenn man die Route Richtung Untersee nimmt.

An dem See findet ihr einen Bootsverleih und jede Menge Gastronomie.

Lasst euren Hund frei laufen und diese schöne Landschaft und die Erfrischung des Sees genießen.

 

Einziger Nachteil:

Ich musste zum ersten mal für das Parken zahlen. Sobald diese Einnahmen verwendet werden um diese Landschaft zu erhalten, tu ich das gerne!

Die Wanderroute


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Tag 7 - Kesselbachfälle & Isar                       Freitag 01.01.2016

Der letzte Tag und ich vermisse jetzt schon alles hier.

Nachdem wir das neue Jahr mit einem etwas längeren Schlaf begonnen haben, war das primäre Ziel heute ein abendliches Lagerfeuer an der Isar.

Ein perfekter Ausklang dieser schönen Reise.

 

Doch bis zum Abend waren es noch ein paar Stunden.

Also entschlossen wir uns, heute ohne Ziel und Kompass einen schönen Platz zu finden, bevor der Abend einbricht.

So fuhren wir in Richtung Kochel am See und waren gespannt was uns erwartet.

Auf einer schönen steilen Straße, dem Gebirge entlang zwischen Kochel am See und dem Walchensee, machten wir eine Rast, um uns die Füße und Pfoten zu vertreten.

Ich sage euch, ohne Ziel die Welt zu erkunden, offenbart einen manchmal die schönsten Orte der Welt.

Wir stießen auf die Kesselbachfälle und es war ein Traum.

Die Fälle fließen im Einklang der Natur, wild und frei das Gebirge herunter.

Schon alleine das Rauschen des Wassers und die Optik waren diesen Stopp wert.

Wir stiegen parallel zu den Wasserfällen ins Tal hinab und verweilten zwischendurch, um immer wieder zu genießen.

Kira, zuerst voller Erfurcht dieser Naturgewalt, sprang des öfteren in die Fluten um sich zu erfrischen.

Seid hierbei jedoch sehr vorsichtig!

Die Fälle sind wirklich sehr steil und tief. Achtet darauf, dass euer Hund sich nicht unbedingt die Stelle mit der stärksten Strömung aussucht!

Im Tal angekommen, wanderten wir noch einige Meter den Fluß entlang, um uns dann langsam auf den Weg zur Isar zu machen.

 

Auf dem Weg dorthin passierten wir Wallgau, um dann die Mautstraße nach Vorderriß zu nehmen.

Ich weiß immer noch nicht, warum das eine Mautstraße ist. Ich bin mittlerweile das fünfte mal hier unterwegs und musste noch nie etwas bezahlen. Aber wir wollen ja nicht meckern.

Die Mautstraße hat eine Gesamtlänge von etwa 13 Km. Fahrt dort sehr vorsichtig, egal wie gut  die Wetterlage ist. Es gibt einige sehr unübersichtliche Passagen.

Auf der Strecke sind einige Parkmöglichkeiten gegeben. Also tut euch und anderen den Gefallen und stellt euer Auto nicht einfach irgendwo ab! Die Straße ist schon eng genug!

An der Isar zur unserer rechten, machten wir gleich an der ersten Gelegenheit halt und stiegen zur Isar herrunter.

Lasst euch gesagt sein, das dieser Weg sehr steil ist.

Die Wetterverhältnisse haben dies auch nicht unbedingt einfacher gemacht.

Nachdem ich ein kurzes Stück unfreiwillig auf meinem Allerwertesten abgestiegen bin, war ich nun endlich unten.

Ein schöner Ausblick und wir machten auch hier unsere Runde. Jedoch eignete sich dieser Platz nicht für ein Lagerfeuer.

So gingen wir zurück zum Auto um einen schöneren Platz zu finden. Es wurde langsam dunkel und uns blieb nicht mehr viel Zeit.

Kurz vor Ende der Mautstraße stießen wir wieder auf einen Parkplatz. Von diesem ließ es sich schon absehen, dass der Weg zur Isar sehr viel einfacher ist.

Und ja - es war herrlich. Wie schon ein paar Tage zuvor, haben wir hier ein schönes Plätzchen gefunden, dass sowohl für Mensch, als auch Hund geeignet ist.

Nachdem wir ein für gut befundenen Rastplatz gefunden hatten,  traute ich meinen Augen nicht.

Es zog ein Nebel auf, der die ganze Umgebung in einen mystischen Schleier verpackt hat.

Dieser Blick auf dichte Nebelwolken vor dem Gebirge und dem Nebel, der direkt vor uns die Isar umhüllte, war einzigartig!

Ich kam mir vor wie in einem düsteren Horrorstreifen und habe meinen Mund nicht mehr zu bekommen.

Leider Gottes hat meine Kamera dieses wunderbare Bild nicht so einfangen können, wie es tatsächlich war.

Jedoch ist das etwas, was sich ganz tief in meinen Kopf abgespeichert hat.

Optimistisch und gut ausgestattet mit Brennbarem, war ich der Hoffnung, dass das Feuer lange Bestand haben wird. Jedoch war es leider zu kalt und feucht.

So hatten wir nur eine gute Stunde was von dem Feuer und mussten uns wieder auf den Weg nach Hause machen. Schade.

 

Fazit:

Die Kesselbachfälle solltet ihr unbedingt besuchen!

Sie sind zwar in gut einer Stunde abgelaufen, aber die Ansicht lohnt sich allemal.

Euer Hund wird es euch danken. Zieht dazu unbedingt festes Schuhwerk an, da Auf- und abstieg recht steil sind. Und achtet auf jeden Fall auf euren Hund. Lasst ihn nicht zu sehr an die Strömung ran kommen, sonst reißt es ihn die Fälle runter.

 

Ein nächtlicher Besuch an der Isar mit einem schönen Feuer hat schon was. Mit ein bisschen Glück erlebt ihr ein gleiches mystisches Schauspiel wie wir beide.

ABER!!! Uns sind zwar viele alte Feuerstellen ins Auge gefallen.

Die Bergwacht weist jedoch eindrücklich darauf hin, dass offene Feuerstätten nicht erlaubt sind!


Die Wanderroute - Kesselbachfälle

Die Wanderroute - Isar





gesamtfazit


Eine Reise in die Bayerichen Alpen lohnt sich allemal.

Wir beide sind hier gerne unterwegs, da wir die Natur lieben und uns ihr gerne hingeben.

Die Menschen hier sind durchweg nett und hilfsbereit.

In Oberammergau gibt es ein Restaurant, das speziell für den Hund gedacht ist. Leider haben wir es nicht geschafft, dieses zu besuchen.

Oberammergau eignet sich bestens zum niederlassen, da ihr von hier aus ohne große Strecken überall hin kommt.

Das einzige was die Reise noch schöner hätte machen können, wäre Schnee gewesen.

Für die Berge solltet ihr eine gute Kondition und viel Zeit mitbringen.

 

Ein Besuch an der Isar ist äußerst sehenswert.

Ihr könnt entweder wie wir von Vorderriss aus starten, oder von Wallgau und Krün.

Letztere sind dann jedoch sehr viel längere Wandertouren.

Auf dem Heimweg nach Berlin haben wir noch kurz am Sylvensteinseespeicher angehalten. Es ist ein netter Ausblick, mehr aber auch nicht. Die Parkplätze sind überfüllt und euer Hund erlebt dort nichts Großartiges.

 

Der Eibsee....was soll ich dazu noch sagen? Plant diesen See unbedingt ein. Euer Hund wird seine rege Freude haben und ihr nicht aus dem Staunen raus kommen.

 

Sollte euer Hund genauso viel Angst vor Sylvester haben wie Kira, dann tut ihm einen Gefallen und besucht Oberammergau zu dieser Zeit.

Anders als in Großstädten, wird hier ausschließlich in der Sylvesternacht geknallt. Und dies auch nur Abends.

Normaler Weise bekomme ich Kira 2-3 Tage vor und nach Sylvester nicht ohne Kampf aus dem Haus. Hier war alles anders und sie konnte sich (fast) komplett entspannen.

Ich konnte die Dankbarkeit in ihren Augen sehen!

 

Alles in allem ein gelungener Abschluss des Jahres 2015 und ein guter Start in das Jahr 2016.

So kann es weiter gehen.

Die unterkunft


Wir hatten uns recht sponat dazu entschieden, dass Jahr mit einem Urlaub ausklingen zu lassen und hatten daher keine große Wahlmöglichkeit.

 

Bei meinen Recherchen stieß ich auf das Gästehaus Otto Huber in der Welfengasse in Oberammergau.

Das Haus bietet den typischen bayerischen Flair, ohne dabei altmodisch zu erscheinen.

Ihr findet hier Zimmer in verschiedenen Größen.

Wir hatten ein kleines Einzelzimmer im oberen Stock des Hauses.

Das Bad ist modern und sehr sauber. Auch ein großer moderner Fernseher gehört zur Ausstattung.

Die Zimmer werden täglich gründlich gereinigt.

Gastgeber und Personal sind zu jederzeit ansprechbar, höflich und stehen euch mit Rat und Tat zur Seite.

Das Frühstück ist abwechlungsreich und immer frisch.

Sowohl die Kaffeemaschine, als auch der Kühlschrank mit nichtalkoholischen und alkoholischen Getränken wird mit einer Vertrauenskasse betrieben.

Die Gastgeber sind der englischen Sprache mächtig und hier kehrten schon viele Menschen unterschiedlichster Nationen ein, was ich an Hand des Gästebuchs entnehmen konnte.

Im Aufenthaltsaum findet ihr einen sehr großen Fernseher und eine gemütliche Couch zum entspannen.

 

Kira wurde vom ersten Tag an freundlich aufgenommen und es wurde sich auch regelmäßig erkundigt, ob es ihr gut geht. Wenn noch ein Zimmer im unteren Stockwerk frei gewesen wäre, hätten sie mich sofort umquatiert, damit sie nicht die Treppe laufen muss.

Eine sehr aufmerksame und freundliche Art.

Hunde können sich hier überall bewegen und auch mit zum Frühstück genommen werden. Erlaubt man so auch nicht überall.

 

Sowohl Mensch, als auch Hund, werden hier mehr als freundlich behandelt.

Meine Wahl hätte nicht besser sein können.

 

Hier werden wir definitiv noch oft Urlaub machen.

 



Unsere Reise in bewegten Bildern.

 

Enjoy